Wann wurdest Du das letzte Mal wirklich bewusst und achtsam berührt?
Und damit meine ich nicht die flüchtige Begrüßungsumarmung, das schnelle über die Wange streicheln (wobei auch das wunderbar ist), sondern die Berührung, für die sich Zeit und Raum genommen wird, und die Du mit voller Aufmerksamkeit Deines Gegenübers erhältst?
In unserer schnelllebigen und oft auch berührungsarmen Welt kommt diese Form der Begegnung häufig zu kurz. Dabei ist sie nicht nur wunderbar angenehm, sondern ein echtes Grundbedürfnis, denn bereits wenige Minuten achtsamer Berührung können in unserem Körper Erstaunliches bewirken.
Was achtsame Berührung in unserem Körper bewirken kann
Stresshormone sinken
Während einer wohltuenden Massage wird die Ausschüttung von Cortisol, unserem wichtigsten Stresshormon, reduziert. Viele Menschen spüren das ganz unmittelbar: Ihr Atem wird ruhiger, die Schultern entspannen sich und werden weicher, und auch der Kopf wird endlich leiser.
Schmerzen lassen nach
Sanfte Berührung regt die Ausschüttung körpereigener Endorphine an. Diese wirken schmerzlindernd und können Verspannungen lösen. Gleichzeitig verbessert sich häufig die Durchblutung, sodass Muskeln und Gewebe besser versorgt werden.
Selbstvertrauen und das Gefühl von Sicherheit wachsen
Durch achtsame Berührung wird unter anderem Oxytocin ausgeschüttet, auch als Bindungs- oder Kuschelhormon bekannt. Es vermittelt unserem Nervensystem: Ich bin sicher. Genau dieses Gefühl von Sicherheit hilft uns dabei, wirklich loszulassen.
Ich erlebe in meinen Massagen fast immer, wie der Körper nach wenigen Minuten auf der Liege nach und nach beginnt zu entspannen, weich wird, sich der Atem verändert, manchmal der Bauch gluckert. All dies Anzeichen eines Nervensystems, das in den Regenerationsmodus wechselt und so gut tut.
Und jedes Mal finde ich es aufs Neue wunderbar und faszinierend, dass Berührung so viel bewirken kann.
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Ich freue mich, Dich bald wieder in meiner Praxis begrüßen zu dürfen oder, falls wir uns noch nicht kennen, Dich kennenzulernen.
Liebste Grüße
Myriam

