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	<title>Hochsensibilität Archive - Myriam Filz - Feinfühlige Lebenskunst</title>
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	<description>Trauma­sensibles, körperorientiertes Coaching, ganzheitliche Massagen und Begegnungsräume für hochsensible und feinfühlige Menschen in Hamburg</description>
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	<title>Hochsensibilität Archive - Myriam Filz - Feinfühlige Lebenskunst</title>
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		<title>Warum feinfühlige Menschen oft lange an Freundschaften festhalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Myriam Filz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2026 20:56:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es hat ein wenig gedauert, bis ich es kapiert habe: Diese Freundschaft ist tatsächlich vorbei. Eigentlich ist sie das schon sehr lange, ich habe nur etliche Jahre gebraucht, sie loszulassen und das Ende zu verarbeiten. Freundschaften erlebe ich seit jeher intensiv, und wenn ich jemanden tief in mein Herz schließe, ist mir diese Person unglaublich &#8230; </p>
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<p class="wp-block-paragraph">Es hat ein wenig gedauert, bis ich es kapiert habe: Diese Freundschaft ist tatsächlich vorbei. Eigentlich ist sie das schon sehr lange, ich habe nur etliche Jahre gebraucht, sie loszulassen und das Ende zu verarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freundschaften erlebe ich seit jeher intensiv, und wenn ich jemanden tief in mein Herz schließe, ist mir diese Person unglaublich wichtig. Vor allem als Kind und Jugendliche war ich überrascht, wenn ich spürte, dass diese Intensität nicht auf Gegenseitigkeit beruhte, dass die Freundschaft für meine Freundin nicht dieselbe Verbindung und Tiefe hatte wie für mich. Entsprechend erschüttert war ich, wenn sie endete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gab es auch “oberflächlichere” Freundschaften in der Schule und aus anderen Kontexten, die irgendwann im Sand verliefen. Aber selbst an viele dieser Begegnungen denke ich bis heute, auch wenn wir uns seit Jahrzehnten nicht gesehen haben. Ich spüre, dass Menschen Spuren in mir hinterlassen, einige stark, manche ganz zart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gab es eben diese sehr besonderen und nicht so häufig erlebten Freundschaften, in die wir uns mit ganzem Herzen warfen und die sich fast ein bisschen wie Liebe anfühlten. Freundschaften, deren Intensität auf Gegenseitigkeit beruhte, in denen wir einander alles erzählten, alles miteinander teilten und möglichst viel Zeit miteinander verbrachten. Selbst unsere Liebesbeziehungen konnten diesen Freundschaften nichts anhaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war eine solche Freundschaft, die ich über viele Jahre nicht loslassen konnte, der ich bis heute nachtrauere und für die ich diverse Versuche unternahm, sie wieder aufleben zu lassen. Aber der Riss, den unsere Freundschaft erlebt hat, ließ sich nicht mehr kitten…</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Vielleicht kennst du das auch.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht trägst auch du eine Freundschaft in dir, die längst vorbei ist und die dich trotzdem bis heute nicht ganz loslässt. Und vielleicht fragst du dich immer wieder, warum es dir so schwerfällt, damit abzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich höre das auch in meiner Arbeit mit feinfühligen Menschen immer wieder und möchte dir erzählen, was ich dazu verstanden habe:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viele von uns verarbeiten tief.</strong> Die Psychologin Elaine Aron beschreibt die tiefe Verarbeitung als zentrales Merkmal von Hochsensibilität. Erlebnisse, Gespräche und Nuancen werden nicht einfach abgelegt, sondern lange innerlich bewegt. Für uns sind Freundschaften deshalb nicht nur “Kontakte”. Sie sind tief integrierte Erfahrungen. Wenn sie enden, verschwinden sie nicht, sie bleiben innerlich lebendig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir investieren emotional.</strong> Wer stark mitfühlt und feine Stimmungen wahrnimmt, bindet sich oft mit viel Loyalität. Dann ist das Ende einer Freundschaft nicht nur ein sozialer Verlust, es fühlt sich an wie ein Bindungsverlust. Und weil viele von uns lieber wenige, dafür tiefe Beziehungen haben, gibt es oft keinen schnellen Ausgleich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir brauchen Klärung.</strong> Viele Freundschaften enden nicht mit einem Gespräch, sondern mit Stille: weniger Einladungen, seltenere Nachrichten, ein langsames Verblassen. Das hinterlässt einen “offenen Loop”. Der Kopf grübelt weiter: <em>Was ist da eigentlich passiert?</em> Und gerade wenn wir Disharmonie stark spüren, fällt es uns schwer, ein Ende ohne Klärung zu akzeptieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir verlieren auch ein Stück Geschichte.</strong> Freundschaften sind oft mit Lebensphasen und mit unserer Identität verbunden. Mit dem Ende verschwindet auch ein Teil der Zeit, in der wir diese Person waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich das alles zusammenfüge, sehe ich mittlerweile weniger ein “Ich kann nicht loslassen” als einen Ausdruck von Bindungstiefe. Das Loslassen braucht deshalb Zeit, und es geht dabei nicht ums Vergessen, sondern ums Einordnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn das Grübeln dich quält, wenn die Angst vor Verlust übermächtig wird oder du dich selbst kaum noch spürst, kann auch Älteres mitschwingen, zum Beispiel frühe Bindungserfahrungen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Hinweis, dass hier etwas mehr Aufmerksamkeit und vielleicht Begleitung verdient.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und noch etwas liegt mir am Herzen: Ich finde es gerade sehr schön, dass viele Menschen beginnen, Freundschaften ähnlich zu priorisieren wie Liebesbeziehungen. Vielleicht darf eine Freundschaft genauso viel wiegen wie eine Liebesbeziehung. Dass sich das gerade verschiebt, freut mich. Und es bedeutet auch: Wenn dich das Ende einer Freundschaft so bewegt, darf das so sein. 🩷</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Drei Fragen für dich</strong> (falls sie dich ansprechen):</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Welche Freundschaft (oder vielleicht auch Beziehung) ist in dir noch lebendig, obwohl sie äußerlich vorbei ist?</li>



<li>Was hat sie dir geschenkt, und was darfst du davon behalten?</li>



<li>Was bräuchtest du jetzt, um mit dieser Verbindung in Frieden zu sein?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Mir hilft die Vorstellung, dass Freundschaften und Beziehungen Spuren hinterlassen, auch die, die enden. Dass sie ein Teil von mir bleiben dürfen, ohne dass ich noch an ihnen festhalten muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dir Raum wünschst, um über solche Themen zu sprechen und dich mit anderen feinfühligen Frauen und FLINTA zu verbinden, bin ich gern für dich da.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am <strong>Dienstag, den 20.10. 26 um 19 Uhr gibt es dafür den</strong> den Online-Begegnungsraum: <a href="https://myriamfilz.com/begegnungsraum-fur-hochsensible-frauen-in-hamburg/">https://myriamfilz.com/begegnungsraum-fur-hochsensible-frauen-in-hamburg/</a><br><strong><br>Am Freitag, 27.11. um 18 Uhr findet der nächste Begegnungsraum „</strong>Embodiment &amp; Begegnung“ statt: <a href="https://myriamfilz.com/traumasensibles-embodiment-gespraeche-die-verbinden/">https://myriamfilz.com/traumasensibles-embodiment-gespraeche-die-verbinden/</a><br><br>Mehr zu meinen Coachings und Begegnungsräumen findest du hier: <a href="https://myriamfilz.com/coaching-beruehrung-hamburg/">https://myriamfilz.com/coaching-beruehrung-hamburg/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Herzen,<br>Myriam</p>
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		<title>Teile, was du wirklich brauchst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Myriam Filz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 16:02:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern bin ich vom ersten Modul meiner neuen Fortbildung zurückgekehrt: vier intensive Tage voller neuer Begegnungen mit ganz wunderbaren Menschen, spannender Impulse, tiefgehender Erfahrungen, berührender Verbundenheit, und auch ganz vieler unterschiedlicher Emotionen und Gedanken. Und ich habe endlich wieder Lust, euch zu schreiben. Seit ich vor einem Jahr in die komplette Selbständigkeit gegangen bin, verspüre &#8230; </p>
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<p class="wp-block-paragraph">Gestern bin ich vom ersten Modul meiner neuen Fortbildung zurückgekehrt: vier intensive Tage voller neuer Begegnungen mit ganz wunderbaren Menschen, spannender Impulse, tiefgehender Erfahrungen, berührender Verbundenheit, und auch ganz vieler unterschiedlicher Emotionen und Gedanken. Und ich habe endlich wieder Lust, euch zu schreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit ich vor einem Jahr in die komplette Selbständigkeit gegangen bin, verspüre ich mehr inneren Druck, Newsletter zu schreiben (weil ja mein Marketinginstrument) und mehr auf Social Media zu posten. Dieser innere Druck hat jedoch dazu geführt, dass ich euch nun seit zwei Monaten gar nicht mehr geschrieben habe (und auch superwenig auf Social Media unterwegs bin), weil es sich gerade nicht so richtig stimmig bzw. authentisch angefühlt hat. Und weil Druck bei mir seit jeher das Gegenteil dessen bewirkt, was es bewirken soll…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem habe ich gerade oft das Gefühl überflutet zu werden mit Informationen, Texten und Newslettern. Selbst, wenn ich die Arbeit anderer wundervoll und inspirierend finde oder mich zu bestimmten Themen informieren möchte – sobald ein wöchentlicher (oder womöglich noch öfter verschickter) Newsletter eintrudelt, bin ich raus. Es ist eh so viel im Außen los, und ich sehne mich nach mehr Ruhe in meinem Inneren (Stichwort Gedankenkarussell) und Stille im Außen. Und so versuche ich trotz dieses gefühlten Marketing-Drucks, meiner Intuition &nbsp;und meinem eigenen inneren Rhythmus zu folgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitgleich sehne ich mich wieder nach mehr Begegnung mit euch, weil ich die letzten Monate ja eine kleine Pause eingelegt habe. Diesen Wunsch höre&nbsp; ich auch immer wieder in Einzelsessions und Massagen, lese es in euren Antworten: reale Begegnung mit anderen feinfühligen, sensiblen, viel wahrnehmenden Menschen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Räume, in denen sich Menschen begegnen können, selbst, wenn Gruppenkontexte vielleicht ängstigen oder Stress auslösen.</h2>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Diese Diskrepanz darf da sein:<br>Abwehr und Sehnsucht nach Verbundenheit mit anderen.<br>Angst vor und Wunsch nach Begegnung.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben auf dem Seminar, in dem es um Leitung von Gruppen geht, viel über Verdauungsräume und Heilungsbiotope gesprochen. Und ich glaube, das ist, was wir alle gerade mehr denn je brauchen in diesen herausfordernden Zeiten:</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Räume, in denen all die Themen und Dinge, die uns beschäftigen und umtreiben, in uns erst einmal in Ruhe verdaut werden dürfen. In denen wir nicht noch mehr aufnehmen müssen, sondern vielleicht sogar ein bisschen abgeben dürfen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade für fein fühlende Menschen scheint mir das besonders relevant zu sein, denn die mit besonderer Sensibilität oft einhergehende Wahrnehmungsstärke bedeutet ja unter anderem, dass Umweltreize intensiver oder differenzierter wahrgenommen und verarbeitet werden. Wenn also schon so viel von außen in unserem Inneren ankommt, ist der Wunsch nach Ruhe und Rückzug sehr verständlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dennoch bedeutet dieses Ruhebedürfnis nicht unbedingt Alleinsein oder Rückzug, sondern eine Form von Verbundenheit mit anderen Menschen, die uns nicht zusätzlich überflutet und anstrengt, sondern entlastet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mit Menschen, bei denen wir uns nicht erklären müssen</li>



<li>In Räumen, in denen auch Stille da sein darf</li>



<li>Durch Begegnungen, in denen wir nicht funktionieren müssen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Und was ich in diesem Kontext noch relevant finde, ist, dass wir lernen dürfen, wahrzunehmen, was wir im Moment wirklich brauchen und dies auch äußern zu dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal spüren wir nämlich gar nicht so genau, was wir gerade wirklich brauchen, und es braucht einen Moment, bis aus diesem diffusen Gefühl ein klares Bedürfnis wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Und daher tun uns Räume gut, in denen wir auch unseren Körper wahrnehmen und neugierig hinspüren dürfen:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie geht es mir eigentlich gerade wirklich?</li>



<li>Was würde mir jetzt, in diesem Moment, wahrhaft guttun?</li>



<li>Brauche ich gerade eher Nähe oder etwas mehr Abstand?</li>



<li>Täte mir momentan Ruhe oder Austausch gut? Oder beides?&nbsp;</li>



<li>Möchte ich meinen Körper bewegen oder einfach sitzen und ausruhen?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Lasst uns gemeinsam in Ruhe lauschen und Antworten finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn genau dafür möchte ich in meinen Begegnungsräumen Raum geben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich wünsche mir sehr, dass du dich in diesen Räumen wohlfühlst, dass du dich erholen und entspannen darfst, dir Gutes tun, dich austauschen, in Stille sein, hinfühlen darfst&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für all das ist Raum und Zeit&nbsp;🩷&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Begegnungsräume:</h2>



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</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Was hast du als Kind getan, um geliebt zu werden?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Myriam Filz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 08:36:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Warum wir lernen, Liebe verdienen zu müssen – ein traumasensibler Blick auf Bindung und Nervensystem „Ich muss mich nur noch ein bisschen mehr anstrengen, dann werde ich geliebt.“ Natürlich denken wir das als Kind nicht bewusst, aber genau dieses Gefühl entsteht, wenn Liebe, Nähe oder Zuwendung unserer Eltern oder Bezugspersonen an Anpassung, Leistung oder Funktionieren &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum wir lernen, Liebe verdienen zu müssen – ein traumasensibler Blick auf Bindung und Nervensystem</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Ich muss mich nur noch ein bisschen mehr anstrengen, dann werde ich geliebt.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich denken wir das als Kind nicht bewusst, aber genau dieses Gefühl entsteht, wenn Liebe, Nähe oder Zuwendung unserer Eltern oder Bezugspersonen an Anpassung, Leistung oder Funktionieren geknüpft sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwierig wird es, wenn Sicherheit und Verletzung von derselben Bezugsperson ausgehen. Wenn diese Person auf der einen Seite tröstet und Nähe schenkt, und auf der anderen abwertet und Angst auslöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für ein Kind ist dieses Erleben nicht auflösbar, denn es kann seine Eltern nicht einfach verlassen und meist kann es sich auch nicht wehren. Also tut das Nervensystem des Kindes das Klügste, was es tun kann, um die lebensnotwendige Bindung zu seinen Eltern (oder auch nur einem Elternteil) zu sichern:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es passt sich an</li>



<li>Es beobachtet Stimmungen, bevor jemand etwas sagt</li>



<li>Es stellt die eigenen Bedürfnisse zurück</li>



<li>Es übernimmt Verantwortung, die eigentlich nicht seine ist</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Viele dieser Strategien waren als Kind überlebenswichtig und oft begleiten sie uns ins Erwachsenenalter, zeigen sich als People Pleasing, übermäßige Verantwortungsübernahme oder Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Du vermeidest Konflikte, um die Beziehung und Nähe nicht zu gefährden</li>



<li>Du tolerierst Dinge, die dir eigentlich nicht guttun</li>



<li>Du glaubst, Liebe müsse verdient werden</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Die gute Nachricht ist, dass Bindungsmuster veränderbar sind.</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bindungsforschung beschäftigt sich seit vielen Jahrzehnten mit der Frage, wie unsere frühen Beziehungen zu unseren Bezugspersonen unsere emotionale Entwicklung, unser Sicherheitsgefühl und unsere späteren Beziehungen prägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie beschreibt mit dem Begriff <em><a href="https://www.sciencedirect.com/topics/neuroscience/attachment-theory">„Earned Secure Attachment“ (erworbene Bindungssicherheit)</a></em>, dass Bindungssicherheit auch später im Leben durch sichere Beziehungen, traumasensible Begleitung und neue Erfahrungen entstehen kann, die unserem Nervensystem zeigen: <em>Ich darf einfach ich sein.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und genau an diesem Punkt beginnt Heilung. Langsam, aber stetig. Nicht, weil du lernst, dich noch besser anzupassen, sondern weil du erfährst, dass du nichts leisten musst, um liebenswert zu sein.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht magst du einmal folgende Fragen für dich bewegen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was hast du als Kind getan, um Liebe oder Anerkennung zu bekommen?</li>



<li>Welche dieser Strategien begleiten dich bis heute?</li>



<li>Was würde sich verändern, wenn du dir Liebe und Nähe nicht mehr &#8222;verdienen&#8220; müsstest?</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Vielleicht hast du dich in diesen Zeilen und den Fragen wiedergefunden?!</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht verspürst du den Wunsch, manche dieser alten Schutzstrategien besser zu verstehen, um ihnen mit mehr Mitgefühl zu begegnen. Genau dabei begleite ich Menschen in meinen traumasensiblen Coachings.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam erkunden wir behutsam die Muster, die einst wichtig und schützend waren, heute aber vielleicht nicht mehr in gleicher Weise gebraucht werden. Dabei beziehen wir immer auch den Körper und das Nervensystem mit ein, denn nachhaltige Veränderung entsteht selten allein durch Verstehen, sondern vor allem durch neue Erfahrungen von Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und manchmal braucht es dafür gar kein <a href="https://myriamfilz.com/coaching_beruehrung/">Coaching</a>. Manchmal ist der erste Schritt eine <a href="https://myriamfilz.com/traumasensible-massage-hamburg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">traumasensible oder ganzheitliche Massage</a>, in der dein Nervensystem für eine Weile loslassen, zur Ruhe kommen und erfahren darf, wie sich Sicherheit im Körper anfühlen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du spürst, dass dich dieses oder auch ein anderes Thema gerade begleiten, du Fragen hast und dir Unterstützung wünschst, bist du herzlich eingeladen, dir einen Termin oder auch ein Kennenlerngespräch zu buchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich freu mich auf dich&nbsp;🩷</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liebe Grüße<br>Myriam</p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Neue Räume für Begegnung, Verbundenheit und Nervensystemregulation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Myriam Filz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 17:42:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogbeitrag]]></category>
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		<category><![CDATA[Sehnsucht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum wir mehr Begegnungsräume brauchen ❤️ In den letzten Wochen habe ich viel darüber nachgedacht, welche Räume ich eigentlich schaffen möchte. Nicht nur als Coachin, sondern auch als Mensch. Denn je länger ich Menschen begleite, desto bewusster wird mir: Unser Nervensystem entwickelt sich in Beziehung.Es lernt in Beziehung.Und oft heilt es auch dort. Gleichzeitig erlebe &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Warum wir mehr Begegnungsräume brauchen ❤️</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Wochen habe ich viel darüber nachgedacht, welche Räume ich eigentlich schaffen möchte. Nicht nur als Coachin, sondern auch als Mensch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn je länger ich Menschen begleite, desto bewusster wird mir:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unser Nervensystem entwickelt sich in Beziehung.<br>Es lernt in Beziehung.<br>Und oft heilt es auch dort.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig erlebe ich, wie viele Menschen sich einsam fühlen, erschöpft und überfordert von einer Welt, die oft laut und temporeich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele von uns haben gelernt, sich anzupassen, durchzuhalten und stark zu sein. Aber nur selten lernen wir, wie es sich anfühlt, einfach da sein zu dürfen, mit dem, was gerade ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist das einer der Gründe, warum mir Begegnungsräume so sehr am Herzen liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Räume, in denen wir uns nicht erklären müssen.<br>Räume, in denen wir durchatmen dürfen.<br>Räume, in denen wir erleben, dass andere Menschen ähnlich fühlen, denken und wahrnehmen wie wir.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb habe ich meine Gruppenangebote in den letzten Wochen noch einmal neu sortiert und vereinfacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch habe ich neue, wunderschöne Räume gefunden, die viel mehr Platz für Bewegung, Austausch und gemeinsames Erleben bieten als bisher.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Entstanden sind drei Formate, die sich wunderbar ergänzen und jeweils einen eigenen Schwerpunkt haben:</h3>



<p class="wp-block-paragraph">🌿 <strong><a href="https://myriamfilz.com/begegnungsraum-fur-hochsensible-frauen-in-hamburg/">Online-Begegnungsraum für hochsensible Frauen / Flinta</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ruhiger und niedrigschwelliger Online-Abend für Austausch, Verbundenheit und die Erfahrung, mit dem eigenen Erleben nicht allein zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für alle, die sich Begegnung wünschen, ohne dafür das Haus verlassen zu müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">🌿 <strong><a href="https://myriamfilz.com/traumasensibles-embodiment-gespraeche-die-verbinden/">Embodiment &amp; Begegnung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrmals im Jahr treffen wir uns im <a href="https://raum-fuer-meditation-und-bewegung.de/">wunderschönen Raum für Meditation und Bewegung im Grindel</a>, um gemeinsam zur Ruhe zu kommen, unser Nervensystem zu regulieren, uns zu bewegen, zu spüren und miteinander in Kontakt zu kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Abend für Körper, Begegnung und das bewusste Ankommen im Hier und Jetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">🌿 <strong><a href="https://myriamfilz.com/in-verbundenheit-heilen/">Empowering Women – In Verbundenheit heilen</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine feste Halbjahresgruppe für Frauen, die sich kontinuierliche Begleitung, persönliches Wachstum und eine vertrauensvolle Gemeinschaft wünschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sechs Monate. Dieselben Frauen. Ein sicherer Rahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn Vertrauen braucht Zeit und manches darf sich langsam entfalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je nach Gruppengröße findet dieser Raum entweder im <a href="https://share.google/3TZZqrKMtzvzQn4mm">wunderbaren MUTE Space im Grindel </a>oder <a href="https://www.escapadahealth.com/untervermietung">im Escapada Health Studio</a>&nbsp;in Harvestehude (gleich bei der U-Bahn Hallerstrasse) statt – beides Orte, die sofort zum Durchatmen einladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://myriamfilz.com/aktuelles/"><em>Alle Informationen und Termine findest du auf meiner Webseite.</em></a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eine kleine Bitte habe ich noch:</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ich diese Räume gut planen und langfristig anbieten kann, freue ich mich sehr über frühzeitige und verbindliche Anmeldungen. Gerade die Anmietung der Räume bedeutet für mich inzwischen einen deutlich größeren organisatorischen und finanziellen Rahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und falls dir beim Lesen jemand einfällt, dem diese Angebote guttun könnten, freue ich mich sehr, wenn du <a href="https://myriamfilz.com/kontakt-stressbewaeltigung-und-mentale-gesundheit/">meine Angebote weiterleitest</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn ich glaube wirklich, dass wir mehr Orte brauchen, an denen Menschen sich begegnen dürfen. Nicht perfekter, leistungsfähiger oder optimierter, <strong>sondern menschlicher.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Und noch etwas liegt mir am Herzen:</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche mir, dass <em>meine Angebote für möglichst viele Menschen zugänglich bleiben</em>. Deshalb arbeite ich bei den meisten Gruppen künftig mit einem gestaffelten Preismodell.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem regulären Preis gibt es einen Solidarpreis für Menschen mit geringerem finanziellen Spielraum sowie einen Unterstützer:innenpreis für diejenigen, die etwas mehr geben können und damit gleichzeitig dazu beitragen, dass die Plätze insgesamt zugänglich bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Modell entspricht sehr meinem Verständnis von Gemeinschaft, gegenseitiger Unterstützung und Miteinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du unsicher bist, welcher Preis für dich passend ist, darfst du einfach ehrlich nach deinem aktuellen finanziellen Rahmen entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und für &#8222;Empowering Women &#8211; In Verbundenheit heilen&#8220; gibt es bis zum 31.7.26 einen Frühbucher:innen-Rabatt&nbsp;❤️</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Gruppen starten ab September, aber anmelden könnt ihr euch jetzt schon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Herzen<br>Myriam ❤️</p>
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		<title>Scanner-Persönlichkeit &#8211; Wenn Neugier stärker ist als Beständigkeit</title>
		<link>https://myriamfilz.com/scanner-persoenlichkeit-hochsensibilitaet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Myriam Filz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 15:34:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf meinen letzten Newsletter habe ich richtig viele Rückmeldungen von euch erhalten &#160;und ich freue mich so sehr über meine wundervolle Leserschaft / Community ❤️. Viele von euch haben mir persönlich geschrieben, von Struggles wie Sozialangst, ADHS, dem Umgang mit der eigenen Hochsensibilität, dem Gefühl, selbst auch manchmal (zu) viel Raum einzunehmen (aus Nervosität, innerer &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auf meinen letzten Newsletter habe ich richtig viele Rückmeldungen von euch erhalten &nbsp;und ich freue mich so sehr über meine wundervolle Leserschaft / Community ❤️.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele von euch haben mir persönlich geschrieben, von Struggles wie Sozialangst, ADHS, dem Umgang mit der eigenen Hochsensibilität, dem Gefühl, selbst auch manchmal (zu) viel Raum einzunehmen (aus Nervosität, innerer Not, Begeisterung oder einfach, weil es so selten Räume gibt, in denen wir uns wirklich mitteilen dürfen) oder vom Gefühl, sich selbst immer wieder anpassen zu müssen, um sich zugehörig zu fühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders berührt hat mich, wie viele von euch das Teilen meiner eigenen Unsicherheiten als entlastend erleben und wie oft deutlich wurde, dass wir alle auf die eine oder andere Weise mit der Frage beschäftigt sind, ob und wann wir „richtig“ sind, so wie wir sind. So oft haben wir das Gefühl, zu viel zu sein oder zu wenig. Zu laut oder zu leise. Zu tief, zu sensibel, zu chaotisch, zu sprunghaft…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gedanken dazu haben mich zu einem Thema geführt, das mich schon mein ganzes Leben begleitet und über das ich eigentlich schon seit einiger Zeit schreiben wollte. Und für das ich erst vor einigen Jahren einen Namen gefunden habe: die Scanner-Persönlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hast du davon schon gehört?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum ich nie (oder sagen wir selten) an etwas drangeblieben bin</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sätze, die ich in meiner Kindheit SEHR oft hörte: <em>„Nie bleibst du an etwas dran“</em> und <em>„Mach doch endlich mal etwas zu Ende“</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit fünf habe ich angefangen Flöte zu spielen, mit sechs Klavier (das habe ich sogar neun Jahre durchgezogen). Ab der Grundschule war ich – mal kürzer, mal länger &#8211; im Ballett, im Schwimmverein, im Skiverein, habe Handball gespielt, dann Volleyball. Zwischendurch habe ich Tennis ausprobiert, Modern Dance, getöpfert, an Mal- und Kochkursen teilgenommen, geschrieben. Alles fand ich toll, aber halt nur eine bestimmte Zeit lang. Dann wusste ich ja, wie es funktioniert und etwas Neues zog mich magisch an.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Viele Jahre wunderte ich mich, dass die meisten Menschen um mich herum Hobbys und Berufe fanden, die ihnen über Jahre hinweg Spaß machten. Schwer vorstellbar für mich 😊</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Noch heute bewundere ich insgeheim Menschen, die sich jahrelang mit einer Sache beschäftigen, ohne, dass ihnen langweilig wird. Menschen, die irgendwann „ihren“ Weg gefunden haben und diesem folgten, während ich jede neue Abzweigung nahm, mal hierhin, mal dorthin sprang und immer wieder Neues ausprobierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und obwohl ich oft den Eindruck hatte, falsch zu sein, blieb ich auf meinem nicht besonders gradlinigen Weg und folgte meiner Neugier. Zwar zog ich eine Ausbildung und ein Studium durch, aber das lag eher an gefühlten gesellschaftlichen Erwartungen als an fortwährendem Interesse am Übersetzen und Dolmetschen. Immerhin konnte ich während dieser Zeit viel auf Reisen sein, was ein ganz guter Ausgleich war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor einigen Jahren stolperte ich zum ersten Mal über ein Buch von <a href="https://www.dtv.de/buch/du-musst-dich-nicht-entscheiden-wenn-du-tausend-traeume-hast-34740">Barbara Sher („Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“)</a> und dort auf den Begriff der Scanner-Persönlichkeit. Im Original heißt das Buch übrigens „Refuse to choose!“ (also etwa &#8222;Weigere dich, eine Entscheidung zu treffen&#8220;), was ich auch sehr treffend finde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darin beschreibt Barbara Sher sehr anschaulich Menschen, die viele Interessen, Begabungen und Leidenschaften haben und sich immer wieder für Neues begeistern. Sie erklärt, warum Scanner oft glauben, mit ihnen stimme etwas nicht, einfach, weil unsere Gesellschaft Spezialisierung, Konsequenz und Durchhaltevermögen extrem wertschätzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Kerngedanken aus dem Buch sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Scanner sind nicht unentschlossen, sondern vielseitig interessiert.</li>



<li>Sie lernen oft schnell und verlieren das Interesse, sobald sie ein Thema ausreichend verstanden oder erforscht haben.</li>



<li>Sie brauchen Abwechslung, geistige Anregung und neue Impulse.</li>



<li>Das ständige Wechseln von Interessen ist keine Schwäche, sondern Teil ihrer natürlichen Veranlagung.</li>



<li>Scanner müssen nicht lernen, „endlich bei einer Sache zu bleiben“, sondern einen Lebensstil finden, der ihrer Vielseitigkeit entspricht.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Während es Menschen gibt, die sich ihr Leben lang voller Begeisterung mit einer einzigen „Amöbe“ beschäftigen können, zieht es Scanner oft weiter, sobald sie etwas ausreichend verstanden haben. Und zwar nicht aus Oberflächlichkeit, sondern aus echter Neugier.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Freude liegt häufig weniger darin, etwas zu perfektionieren, sondern darin, Neues zu entdecken. Und deshalb lieben viele Scanner Neuanfänge, noch nicht erforschte Möglichkeiten und das Lernen ihnen bisher unbekannter Dinge.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Und plötzlich fiel etwas in mir an seinen Platz. Ich verstand, wovon sie schrieb und dass ich mir ein Leben gestalten muss, in dem ich diese Vielseitigkeit leben kann.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber genau aus den oben genannten Gründen erleben Scanner häufig und immer wieder diesen inneren Konflikt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Begeisterung für Neues trifft auf eine Gesellschaft, die Beständigkeit oft höher bewertet als Vielfalt.</li>



<li>Wir lernen früh, dass man sich entscheiden, festlegen und an Dingen dranbleiben soll.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Und so entsteht bei vielen Scannern irgendwann das Gefühl, dass mit ihnen etwas nicht stimmt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Doch vielleicht stimmt etwas sehr wohl mit dir. Vielleicht funktioniert dein Gehirn einfach anders.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele hochsensible Menschen erkennen sich übrigens in den Beschreibungen von Scanner-Persönlichkeiten wieder. Auch, wenn Hochsensibilität und Scanner-Sein nicht dasselbe sind, geht beides häufig mit einer <em><strong>ausgeprägten Wahrnehmungsfähigkeit, tiefer Neugier und einem großen Interesse an Zusammenhängen einher.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Hochsensible Menschen nehmen viele Details wahr, denken vernetzt und interessieren sich für unterschiedlichste Themenbereiche. Ihr Gehirn liebt Verbindungen, es möchte verstehen und erforschen. Und manchmal entsteht daraus eine große Vielfalt an Interessen.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt etwas, das ich in meiner Arbeit immer wieder beobachte, weil – wir erinnern uns &#8211; unser Nervensystem Sicherheit braucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir uns in einem Bereich endlich sicher fühlen und ausreichend Erfahrungen gesammelt haben, kann genau diese Sicherheit dazu führen, dass Raum für Neues entsteht. Denn nicht jede Veränderung ist Flucht, nicht jedes Loslassen ist Vermeidung. Manchmal ist es schlicht Entwicklung und bedeutet, dass ein Kapitel als vollständig erlebt wird, etwas seinen Platz hatte und nun etwas Neues folgen darf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich lohnt es sich, auch immer wieder ehrlich hinzuschauen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Verlasse ich etwas aus Angst oder weil meine Neugier mich weiterführt?</li>



<li>Breche ich etwas ab, weil es unangenehm wird oder weil ich tatsächlich spüre, dass es nicht mehr meins ist?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Fragen lassen sich natürlich nicht pauschal beantworten, aber sie laden uns ein, freundlicher auf uns selbst zu blicken.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Heute sehe ich viele meiner vermeintlichen „Umwege“ anders.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Ausbildung, jeder neue Job, jede Reise, jede Begegnung, jedes Interesse… nichts davon war umsonst, vieles davon fließt heute in meine Arbeit ein und vielleicht sogar genau deshalb, weil mein Weg selten geradlinig war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Dinge und Themen und Interessen sind vielleicht nur für eine bestimmt Zeit in unserem Leben, nämlich, solange sie uns nähren und begeistern, um dann wieder zu gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Haupterkenntnis ist jedenfalls, dass wir erkennen und lernen dürfen, dass wir längst richtig sind mit all unserer Neugier, unseren vielen Interessen, unseren Umwegen und neuen Anfängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und vielleicht magst du dich heute einmal fragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Für welche Themen habe ich mich im Laufe meines Lebens begeistert?</li>



<li>Welche davon begleiten mich bis heute – vielleicht in veränderter Form?</li>



<li>Wo halte ich mich noch für sprunghaft, obwohl ich in Wahrheit neugierig bin?</li>



<li>Welche Geschichte erzähle ich mir über mich selbst, wenn ich etwas beende?</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Vielleicht bist du nicht sprunghaft, sondern einfach ein Mensch, der die Welt mit großer Neugier erkundet und sich immer wieder von Neuem berühren lässt. ❤️</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://myriamfilz.com/ueber-mich-2/">Ich begleite Menschen in meiner Praxis im Hamburger Grindelviertel mit traumasensiblem und körperorientiertem Coaching, und gestalte Begegnungsräume für hochsensible Menschen.</a> Ich freue mich, dich kennenzulernen! </p>
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		<title>Loslassen lässt sich nicht erzwingen</title>
		<link>https://myriamfilz.com/loslassen-nervensystem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Myriam Filz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 07:10:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionsprävention]]></category>
		<category><![CDATA[Einzelcoaching]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
		<category><![CDATA[Burnoutprävention]]></category>
		<category><![CDATA[HSP-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Mentale Gesundheit fördern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Ich weiß, dass ich loslassen muss“. Das ist ein Satz, der mir häufig in Coachingsitzungen begegnet, und fast jedes Mal während einer Massage. Wir möchten alte Beziehungen loslassen, Erinnerungen an schmerzhafte Erfahrungen, an unsere Kindheit, in der wir Liebe, Nähe und Schutz gebraucht hätten,… &#160; Und ganz oft liegt darin die Annahme, dass Loslassen etwas &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Ich weiß, dass ich loslassen muss“.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ein Satz, der mir häufig in Coachingsitzungen begegnet, und fast jedes Mal während einer Massage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir möchten alte Beziehungen loslassen, Erinnerungen an schmerzhafte Erfahrungen, an unsere Kindheit, in der wir Liebe, Nähe und Schutz gebraucht hätten,… &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ganz oft liegt darin die Annahme, dass Loslassen etwas ist, das wir einfach tun müssen; dass es etwas ist, wofür wir uns willentlich entscheiden und für das wir nur diszipliniert genug sein müssen, um es durchzuziehen. Ein bisschen, wie ein Muskel, der trainiert werden muss, damit es klappt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir das Thema Loslassen jedoch aus der Perspektive unseres Nervensystems betrachten, erkennen wir meist etwas ziemlich Nachvollziehbares (das es hoffentlich auch dir zukünftig etwas leichter macht, wenn es um dieses Thema geht).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Loslassen ist kein Ziel, sondern ein Nebenprodukt von Sicherheit.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Nervensystem ist immer darauf ausgerichtet, uns zu schützen und für unser Überleben zu sorgen. Und besonders wichtig ist in diesem Kontext unser Bindungssystem, das dafür sorgt, dass wir Verbindung mit anderen Menschen suchen, Nähe herstellen und uns auch an anderen orientieren. Denn für tausende von Jahren bedeutete Verbindung Überleben. Allein zu sein konnte lebensgefährlich sein, und ausgeschlossen zu werden ebenfalls.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Und deshalb reagiert unser Nervensystem auch heute noch sehr sensibel auf alles, was sich nach Verlust von Verbindung anfühlt.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir also an etwas festhalten (an einem Menschen, einer Beziehung, einer Hoffnung oder auch an einer Geschichte über uns selbst), dann ist das kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen dafür, dass unser Nervensystem versucht, Bindung und Sicherheit zu bewahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und doch entsteht genau hier sehr oft innerer Druck (der aber nicht selten auch von außen kommt). Hören wir nicht ständig Ratschläge, wie „Du musst das einfach loslassen / akzeptieren / nach vorne schauen etc.“? So, als sei das eine willentliche Entscheidung und ganz einfach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Druck wirkt auf unser Nervensystem selten beruhigend, sondern bewirkt meist sogar das Gegenteil, also noch mehr Anspannung und Stressgefühle.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lasst uns also beginnen, uns sicher zu fühlen.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir beginnen, uns damit auseinanderzusetzen, was Sicherheit für unser Nervensystem jeweils ganz individuell bedeutet und diese Sicherheit zu erschaffen, gelingt auch Loslassen. Vielleicht nicht sofort und nicht spektakulär, aber langsam spürbar, weil unser Nervensystem lernt, dass es entspannen darf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht lässt sich Loslassen ein wenig mit dem krampfhaften Versuch einzuschlafen vergleichen: je mehr wir es versuchen, desto weniger gelingt es. Aber wenn unser Körper sich sicher fühlt, wenn wir es warm, ruhig und geborgen haben, dann schlafen wir auch ganz entspannt ein. Loslassen funktioniert irgendwie ähnlich&nbsp;🙂.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Vielleicht müssen wir also gar nicht so sehr lernen, loszulassen, sondern dürfen vielmehr üben&#8230;</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie wir uns wieder sicherer fühlen können</li>



<li>Unserem Körper (wieder) zuzuhören</li>



<li>Räume zu schaffen, in denen unser Nervensystem regulieren kann (denn Heilung entsteht vor allem in Verbindung mit anderen)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Halte gerne einen kleinen Moment inne und frage dich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><em>Wo in meinem Leben versuche ich gerade, etwas mit Willenskraft loszulassen?</em></li>



<li><em>Was würde meinem Nervensystem helfen, sich ein kleines Stück sicherer zu fühlen?</em></li>



<li><em>Und wie würde sich mein innerer Umgang mit mir verändern, wenn ich mir mehr Zeit erlaube?</em></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal beginnt Veränderung in einem kleinen Moment von Verständnis und Mitgefühl für uns selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://myriamfilz.com/coaching-beruehrung-hamburg/">Wenn du dir Einzelbegleitung wünschst, findest du HIER meine Angebote!</a><br><br><a href="https://myriamfilz.com/aktuelles/">Und alle Gruppenangebote für hochsensible Menschen findest du HIER!</a></p>
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		<title>Du bist nicht zu langsam. Dein Nervensystem hat sein eigenes Tempo.</title>
		<link>https://myriamfilz.com/du-bist-nicht-zu-langsam-auf-deinem-heilungsweg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Myriam Filz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 16:50:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
		<category><![CDATA[Nervensystemregulation]]></category>
		<category><![CDATA[Verbundenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmungsstärke]]></category>
		<category><![CDATA[Burnoutprävention]]></category>
		<category><![CDATA[HSP-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Mentale Gesundheit fördern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In meinen Coachingsitzungen höre ich folgende Sätze immer wieder: „Ich komme viel zu langsam voran, obwohl ich schon so viel gemacht habe und mache. Warum dauert das ausgerechnet bei mir soooo lange?“ „Eigentlich müsste ich doch längst weiter sein in meinem Heilungsprozess. Ich habe echt das Gefühl, auf der Stelle zu treten.“ Und vielleicht kennst &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In meinen Coachingsitzungen höre ich folgende Sätze immer wieder:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Ich komme viel zu langsam voran, obwohl ich schon so viel gemacht habe und mache. Warum dauert das ausgerechnet bei mir soooo lange?“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Eigentlich müsste ich doch längst weiter sein in meinem Heilungsprozess. Ich habe echt das Gefühl, auf der Stelle zu treten.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und vielleicht kennst du diese Gedanken auch?! Mir jedenfalls kommen sie ziemlich bekannt vor. Denn viele Jahre habe auch ich mich immer wieder gefragt, warum ich so lange Therapie gemacht, an Seminaren teilgenommen, Coachingfragen reflektiert, mich mit all meinen Themen auseinandergesetzt, gefühlt jeden Stein umgedreht habe – und trotzdem lange das Gefühl hatte, dass sich nichts bzw. sehr wenig verändert. Oder dass ich trotzdem immer wieder in alte Muster zurückfalle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir beginnen, uns mit uns selbst zu beschäftigen, alte Muster zu erkennen, Zusammenhänge zu verstehen, entsteht oft die Erwartung, dass sich nun auch schnell etwas verändert. Dass Erkenntnis automatisch zu Entwicklung führt und dass Heilung dann sichtbar und zügig vorangehen MUSS.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Doch unser Nervensystem funktioniert nicht über Effizienz, sondern über Sicherheit. Im Sinne von: „Bin ich sicher genug für den nächsten kleinen Schritt?“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn frühe Erfahrungen wie Unsicherheit, Anpassung oder Überforderung in unserem System gespeichert sind, dann brauchen Entwicklung und Veränderung Zeit. Und zwar nicht, weil du versagst, sondern weil dein Nervensystem dich schützen möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was wir oft als „zu langsam“ bewerten, ist in Wahrheit Regulation, Integration und Stabilisierung.</strong>&nbsp;Und Heilung zeigt sich selten in großen Durchbrüchen, sondern in teilweise winzig kleinen, aber konstanten Schritten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wahrscheinlich bemerkst du die Schritte, die du bereits gegangen bist, wenn du bewusst zurückblickst, wie du vor mehreren Jahren, vor einem Jahr oder auch vor drei Monaten in gewissen Situationen noch reagiert hättest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht….</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8230;bemerkst du heute früher, wenn dich etwas überfordert (und wärst früher einfach darüber hinweg gegangen)</li>



<li>&#8230;sagst ein vorsichtiges „Nein“, wo du früher automatisch „Ja“ gesagt hättest.</li>



<li>&#8230;gehst du schlafen, wenn du erschöpft bist, obwohl noch Dinge getan werden könnten</li>



<li>&#8230;atmest du einmal bewusst durch, bevor du antwortest, weil du weißt, dass du dir Zeit nehmen darfst</li>



<li>&#8230;</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">All das sind kleine Schritte deines Nervensystems, die Zeit brauchten und integriert werden wollten.&nbsp;</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wir leben in einer Welt, die Tempo belohnt, aber innere Entwicklung folgt einem anderen, einem organischen, manchmal zyklischen und immer wieder kaum sichtbaren Rhythmus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und vielleicht magst du einmal kurz innehalten und dich fragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wo bin ich in Wahrheit schon weiter, als ich mir zugestehe?</li>



<li>Welche kleinen Schritte habe ich in den letzten Monaten gemacht?</li>



<li>Was würde passieren, wenn ich mir mein eigenes Tempo erlaube, und zwar ohne mich mit anderen zu vergleichen?</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">Das sind Schritte der Entlastung, der Selbstfürsorge und des Selbstmitgefühls. Und soo wichtig 🩷</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Daher möchte ich dir gerne zum Abschluss meiner Zeilen nochmals Folgendes mitgeben: Du bist nicht zu langsam, sondern du bist in deinem ganz eigenen und persönlichen Tempo unterwegs.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">In meinen <a href="https://myriamfilz.com/womit-ich-unterstuetze/">1:1-Begleitungen</a> und <a href="https://myriamfilz.com/workshop/">Gruppen</a>, arbeiten wir genau so: Nicht schneller, sondern sicherer. Dein Tempo ist willkommen. Deine Pausen. Und deine Zweifel ebenso.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dir Begleitung wünschst, die dein Nervensystem mitdenkt, findest du alle Informationen zu meinen Angeboten auf meiner Webseite:&nbsp;<a href="https://emea01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fnewsletter.myriamfilz.com%2Fc%2F234%2F8966883%2F40%2F0%2F5479%2F1%2F191777%2Fee3ff9b742.html&amp;data=05%7C02%7C%7C5d3ef59f8efe4043dc4708de6c8055b6%7C84df9e7fe9f640afb435aaaaaaaaaaaa%7C1%7C0%7C639067495796181571%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=8c89wLvGEixT7WflTHDTaEu%2F6P7VDKep6yVkQydYWy4%3D&amp;reserved=0">myriamfilz.com/fokus/</a></p>



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		<title>Hochsensibilität oder Trauma</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Myriam Filz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 13:55:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionsprävention]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
		<category><![CDATA[Nervensystemregulation]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmungsstärke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hochsensibilität und traumabedingte Sensibilisierung Mir ist schon öfters die Aussage begegnet, dass Hochsensibilität grundsätzlich eine Folge von Trauma sei. Meiner Meinung nach ist es aber nicht ganz so einfach. Deshalb möchte ich mit diesen Zeilen gerne teilen, wie ich es in meiner Praxis wahrnehme. Aber wie bei vielem gibt es kein schwarz und weiß, sondern &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Hochsensibilität und traumabedingte Sensibilisierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mir ist schon öfters die Aussage begegnet, dass Hochsensibilität grundsätzlich eine Folge von Trauma sei. Meiner Meinung nach ist es aber nicht ganz so einfach. Deshalb möchte ich mit diesen Zeilen gerne teilen, wie ich es in meiner Praxis wahrnehme. Aber wie bei vielem gibt es kein schwarz und weiß, sondern viele Grautöne&#8230; </p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwei Formen erhöhter Sensibilität</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Angeborene Hochsensibilität</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sie ist genetisch bedingt – ähnlich wie die Augenfarbe – und wurde in den 1990er-Jahren von <strong>Elaine Aron</strong> beschrieben.<br>Kennzeichen sind beispielsweise:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Intensive Sinnesverarbeitung</li>



<li>Hohe Empathiefähigkeit</li>



<li>Starkes soziales, ethisches und oft ökologisches Bewusstsein</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Traumabedingte Sensibilisierung (Hypervigilanz)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ist die erhöhte Reizempfindlichkeit eine <strong>Schutzreaktion des Nervensystems</strong>.<br>Wird das Trauma verarbeitet, normalisiert sich diese Überempfindlichkeit häufig wieder.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Wodurch lassen sich Hochsensibilität und Hypervigilanz grob unterscheiden?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hochsensible Menschen</strong>&#8230;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Suchen bewusst Ruhe und genießen Alleinsein</li>



<li>Schlafen eher viel</li>



<li>Sind emotional präsent und empathisch</li>



<li>Haben ein feines Körpergefühl und ein gutes Bauchgefühl</li>



<li>Erinnern sich oft gut an ihre Kindheit</li>



<li>Lieben tiefe Beziehungen</li>



<li>Genießen positive Gefühle intensiv</li>



<li>Fühlen sich eher <em>anders</em> als <em>falsch</em></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Traumatisierte Menschen</strong>&#8230;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sind häufig innerlich getrieben oder fallen in Erschöpfung</li>



<li>Leiden oft unter Schlafproblemen</li>



<li>Wirken nervös oder emotional abgeschnitten</li>



<li>Sind misstrauischer</li>



<li>Haben teilweise Erinnerungslücken</li>



<li>Fühlen sich auch in Gesellschaft oft einsam</li>



<li>Halten starke Gefühle – auch positive – schwer aus</li>



<li>Haben wenig Körperkontakt und neigen zu Selbstbetäubung</li>



<li>Empfinden sich häufig als <em>falsch</em></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Merkmale sind keine Diagnosen, sondern <strong>Hinweise</strong>. </p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn Hochsensibilität und Trauma zusammenkommen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Traumatisierte hochsensible Menschen behalten viele ihrer sensiblen Eigenschaften:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Empathie</li>



<li>Tiefgang</li>



<li>Wertebewusstsein</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig reagieren sie bei Überreizung sehr stark, beispielsweise mit emotionalem Explodieren oder innerem Kollabieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Betroffene wissen lange nicht, dass sie traumatisiert sind, weil Trauma oft vor allem mit Schocktrauma assoziiert wird. </p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Schocktrauma und Bindungs-/Entwicklungstrauma</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schocktrauma</strong><br>Ein einmaliges Ereignis (z. B. Unfall, Gewalt).<br>Nach Verarbeitung kehrt das Nervensystem meist zu seinem ursprünglichen Niveau zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bindungs- oder Entwicklungstrauma</strong><br>Entsteht durch anhaltenden Stress in der frühen Kindheit, z. B. durch:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Emotionale oder körperliche Gewalt</li>



<li>Überbehütung oder extreme Kontrolle</li>



<li>Fehlendes Spiegeln von Gefühlen</li>



<li>Mangelnde Co-Regulation</li>



<li>Emotionale oder körperliche Vernachlässigung</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Hier passt sich das Nervensystem dauerhaft an Unsicherheit an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig: Eltern handeln in aller Regel nicht aus Böswilligkeit, sondern aus ihren eigenen Prägungen und Möglichkeiten.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Was ich in meiner Arbeit beobachte</h2>



<h3 class="wp-block-heading">1. Es gibt Hochsensible mit guter Selbstregulation</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Diese hochsensiblen Menschen haben ein grundsätzliches Interesse an Selbsterkenntnis und Erfahrungen; etwas, das für Hochsensibilität sehr typisch ist.<br>Sie sind mit ihrem Leben im Großen und Ganzen zufrieden, führen stabile Beziehungen und nutzen ihre Sensibilität bewusst als Ressource. </p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Es gibt Hochsensible mit ausbaufähiger Selbstregulation</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dann gibt es die hochsensiblen Menschen mit etwas größeren Herausforderungen, etwa durch Reizüberflutung und Erschöpfung.<br>Mit Wissen, Selbstfürsorge und passenden Werkzeugen lassen sich diese jedoch gut bewältigen. Das Leben ist insgesamt stimmig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Es gibt Hochsensible mit Trauma – und traumatisierte Nicht-Hochsensible</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Gruppe ist der Leidensdruck deutlich höher.<br>Konflikte in Beziehungen oder im Beruf, Panik, depressive Zustände, Zwänge, anhaltende Angst oder Dissoziation gehören <strong>nicht</strong> zur Hochsensibilität an sich.<br>Hier liegt sehr wahrscheinlich eine Traumatisierung zugrunde; unabhängig davon, ob jemand hochsensibel ist oder nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal werden die Folgen eines Traumas als Hochsensibilität interpretiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zusammengefasst</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es gibt hochsensible Menschen <strong>mit</strong> und <strong>ohne</strong> Trauma</li>



<li>Es gibt traumatisierte Menschen, die <strong>nicht</strong> hochsensibel sind</li>



<li>Starkes Leiden weist eher auf Trauma als auf Hochsensibilität hin</li>



<li>Traumabedingte Überempfindlichkeit heißt <strong>Hypervigilanz</strong></li>



<li>Traumaverarbeitung braucht <strong>kompetente therapeutische Begleitung</strong></li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst:<br><strong>Du bist nicht falsch. Dein Nervensystem hat gelernt, dich zu schützen.</strong><br>Und es gibt Wege, wieder mehr Sicherheit und Lebendigkeit zu finden</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier findest du Informationen, wie und wobei ich dich unterstütze: <a href="https://myriamfilz.com/coaching-beruehrung-hamburg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://myriamfilz.com/coaching-beruehrung-hamburg/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Unlearn. Das sanfte Verlernen alter Muster</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Myriam Filz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 16:53:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppencoaching]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
		<category><![CDATA[HSP-Seminare]]></category>
		<category><![CDATA[Nervensystemregulation]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
		<category><![CDATA[Verbundenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmungsstärke]]></category>
		<category><![CDATA[Ankommen]]></category>
		<category><![CDATA[Burnoutprävention]]></category>
		<category><![CDATA[HSP-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Mentale Gesundheit fördern]]></category>
		<category><![CDATA[Resonanz-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Sehnsucht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Montag war ich wieder Singen, obwohl ich ehrlicherweise nicht besonders gut singen kann. Oder sagen wir so: ich bin nicht so gut darin, die gewünschten Töne zu treffen. Denn von Katharina von Bülow, Opernsängerin und Leiterin des heilsamen Singens, habe ich zwischenzeitlich gelernt, dass jeder Mensch singen kann, auch, wenn nicht alle Menschen Töne treffen &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am Montag war ich wieder Singen, obwohl ich ehrlicherweise nicht besonders gut singen kann. Oder sagen wir so: ich bin nicht so gut darin, die gewünschten Töne zu treffen. Denn von Katharina von Bülow, Opernsängerin und Leiterin des heilsamen Singens, habe ich zwischenzeitlich gelernt, dass <strong>jeder Mensch singen kann, auch, wenn nicht alle Menschen Töne treffen können</strong> 😊.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte viele Jahre eine&nbsp;<strong>große Sehnsucht zu singen</strong>, nicht nur allein und heimlich zuhause, sondern so, wie wir es früher auf Ferienfreizeiten und am Lagerfeuer an der Isar gemacht haben. Jemand spielte Gitarre, wir kannten die Lieder und stimmten ein,&nbsp;<strong>ohne darüber nachzudenken, ob wir singen können oder nicht</strong>. Und es war immer schön. Und&nbsp;<strong>fühlte sich verbunden an</strong>. Und dabei ins Feuer zu schauen, war wunderbar.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wenn wir lernen, etwas über uns zu glauben&#8230;</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere tatsächlich auch das Singen im Kindergarten und die ersten Jahre in der Schule sehr gut, denn ich habe immer leidenschaftlich gern gesungen. Bis das mit der Bewertung anfing und ich lernte: ich kann nicht so richtig gut singen. Und das verinnerlicht habe. Es wurde zu einer Art Mantra, selbst, wenn auf Geburtstagsfeiern „Happy birthday“ gesungen wurde, habe ich nur den Mund bewegt ohne Töne zu machen. Lange Zeit dachte ich aber auch: gibt definitiv Wichtigeres als Singen zu können…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über zwei oder drei Jahre hinweg ist mir immer wieder das Angebot von Katharina begegnet (<a href="https://emea01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fnewsletter.myriamfilz.com%2Fc%2F234%2F8862629%2F40%2F0%2F5479%2F1%2F185102%2F74d7e7584f.html&amp;data=05%7C02%7C%7C72e529dd133e42724b4e08de42128eee%7C84df9e7fe9f640afb435aaaaaaaaaaaa%7C1%7C0%7C639020844815462246%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=DPM7ZBbyyDhZNNEOu%2B%2FB5weWlO3E5fK3Mc8gvGwMSSY%3D&amp;reserved=0">„Zeit für einen Mutausbruch- Heilsames Singen für Frauen“&nbsp;</a>und irgendwo stand sogar, dass man nicht unbedingt singen können muss) und immer sprach es mich an. Und doch gab es diese Stimme in mir, die sagte, dass ich auf keinen Fall dorthin gehen könne. Denn wo andere Menschen sind, da hören deren Ohren auch meine Stimme. Und die trifft keinen Ton. Ergo: da bin ich nicht richtig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Unlearn – ein kleiner Schritt zurück zu mir</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Letzten Sommer war ich mit einer Freundin beim Kaffeetrinken, als sie mir erzählte, dass sie so gerne singen würde, mit anderen, vielleicht in einem Chor, aber irgendwie ohne Druck</strong>. Und ich erzählte ihr von dem Angebot, das ich schon lange beobachtete – und weil rein zufällig Montag war, also der Tag, an dem das Singen stattfindet, beschlossen wir, es gemeinsam einfach auszuprobieren. Und was soll ich sagen:&nbsp;<strong>seither gehen wir so oft es uns möglich ist, montags zum Singen</strong>. Wir müssen keine Noten lesen können, nicht abliefern, nicht mal unbedingt Töne treffen, sondern uns einfach der Musik und unseren Stimmen hingeben.&nbsp;<strong>Ich schließe die Augen, während Katharina auf ihrem Flügel spielt, bewege mich sanft zur Musik und singe mal lauter, mal leiser im Kreis der anderen Frauen. Und es tut soooo gut und ist tatsächlich heilsam.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und kürzlich, auf einer Geburtstagsfeier, als wir unserer Freundin Melanie ein Geburtstagslied sangen, traute ich mich das erste Mal seit Jahren, laut und deutlich mitzusingen…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzten Tage habe ich darüber nachgedacht,&nbsp;<strong>was sich in den vergangenen Monaten für mich verändert hat, was schön war, was hilfreich, was heilsam.</strong>&nbsp;Und diesem Wunsch nach Gesang und Verbundenheit zu folgen,&nbsp;<strong>war ein kleiner und doch so hilfreicher Teil meines Weges</strong>. Mir wieder zu erlauben, mit anderen zu singen, hat auch irgendwie mit&nbsp;<strong>Freiheit</strong>&nbsp;zu tun. Und einem&nbsp;<strong>Gefühl von Selbstermächtigung</strong>. Mir zurückzuholen, was ich mir lange versagt habe, weil mir im Außen gesagt wurde, dass ich etwas nicht kann,&nbsp;<strong>was jedoch tief in meinem Inneren schlummerte und Gehör finden wollte</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir streben so oft nach weitreichenden Veränderungen, dass wir übersehen, dass es die vielen, oft&nbsp;<strong>kleinen Zwischenschritte sind, die das große Ganze verändern</strong>. Und wenn wir uns einmal wirklich Zeit nehmen&nbsp;<strong>zurückzublicken, auch die kleinen Dinge wahrzunehmen</strong>, dann erkennen wir oft, dass uns jedes noch so winzige Detail hierher, an diese Stelle, an der wir jetzt stehen, gebracht hat&nbsp;🩷.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Räume, die tragen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich wünsche mir – für uns alle – noch mehr echte und tiefe Begegnung.<br>Mehr Räume, in denen wir nicht funktionieren müssen, sondern ganz sanft und zart mit uns sein dürfen.<br>Mehr Verbundenheit, Zuhören, Mitschwingen.<br>Mehr Orte, an denen unsere Nervensysteme zur Ruhe kommen dürfen und wir uns gesehen fühlen.<br></strong><br>Neben meiner individuellen 1:1-Begleitung richte ich den Fokus wieder stärker auf <strong>Begegnungsräume für hochsensible Menschen</strong>.<br><br><a href="https://myriamfilz.com/begegnungsraum-fur-hochsensible-frauen-in-hamburg/">RUHE &#8211; AUSTAUSCH &#8211; VERBUNDENHEIT</a> ist einer dieser Räume. <br>oder<br><a href="https://myriamfilz.com/ein-sicherer-ort-kunstlerisch-korpertherapeutischer-nachmittag-in-hamburg/">MEIN SICHERER ORT &#8211; ART &amp; BODY FLOW</a><br>oder<br><a href="https://myriamfilz.com/hsp-resonanzrunde/">DIE IDEENWERKTSTATT FÜR HSP</a><br><br>Und es gibt zwei Halbjahresgruppen in gleichbleibender &#8222;Besetzung&#8220;:<br><strong><a href="https://myriamfilz.com/in-verbundenheit-heilen/">„Empowering Women – In Verbundenheit heilen“</a></strong> und<br><strong><a href="https://myriamfilz.com/mut-zur-veraenderung/">„Mut zur Veränderung – Werden, wofür wir bestimmt sind“</a></strong><br>finden jeweils einmal monatlich über sechs Monate statt. Beide Gruppen finden künftig <strong>samstags</strong> statt, sodass auch diejenigen unter euch, die etwas weiter entfernt wohnen, gut und entspannt teilnehmen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unser Nervensystem liebt Vorhersehbarkeit.</strong><br>Je vertrauter der Rahmen, desto weniger müssen wir in Alarm oder Anpassung gehen – und umso leichter fällt es uns, zu fühlen, loszulassen und neue Erfahrungen wirklich zu integrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du spürst, dass dir ein solcher Raum guttun könnte, melde dich sehr gerne schon an.<br>Alle aktuellen Angebote findest du hier:<br><strong><a href="https://myriamfilz.com/aktuelles/">myriamfilz.com/aktuelles/</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich freue mich von Herzen auf unsere Begegnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Liebe<br><strong>Myriam</strong></p>
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		<title>Überwintern</title>
		<link>https://myriamfilz.com/ueberwintern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Myriam Filz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 17:17:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionsprävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Wir können uns unsere Winter nicht aussuchen. Aber wie wir überwintern schon.&#8222; Diesen Satz hatte ich mir vor einigen Jahren, während einer depressiven Episode, notiert. Als meine Kinder auszogen, beschloss ich, die Winter nicht mehr in Deutschland zu verbringen. Ich suchte mir Jobs, die ich auch unterwegs auf Reisen ausüben konnte. Und während ich in &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;<strong>Wir können uns unsere Winter nicht aussuchen. Aber wie wir überwintern schon.</strong>&#8222;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen Satz hatte ich mir vor einigen Jahren, während einer depressiven Episode, notiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als meine Kinder auszogen, beschloss ich, die Winter nicht mehr in Deutschland zu verbringen. Ich suchte mir Jobs, die ich auch unterwegs auf Reisen ausüben konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und während ich in der Sonne an paradiesischen Stränden lag, weinte ich trotzdem. Denn meinen Winter hatte ich mitgenommen.</p>



<figure class="wp-block-pullquote has-tertiary-color has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-2"><blockquote><p><em>„Jeder durchlebt irgendwann mal einen Winter&#8230;<br><br>Winter ist nicht nur einfach eine kalte Jahreszeit. Auch im Leben kann es Phasen geben, die sich wie Winter anfühlen. Karge Phasen, in denen man sich ausgesondert, ausgeschlossen und ausgebremst fühlt, in eine Außenseiterrolle gedrängt. Das kann die Folge einer Erkrankung sein oder eines Lebensereignisses…; aber auch das einer Demütigung oder eines Scheiterns. Man kann sich in einem Umbruch befinden und vorübergehend zwischen zwei Welten schweben.<br><br>Manche derartigen winterlichen Phasen schleichen sich langsam an uns heran, manchmal begleiten sie das langsame Sterben einer Beziehung oder die schrittweise Zunahme der Zuständigkeiten für unsere alternden Eltern oder ganz allgemein den tröpfchenweisen Verlust von Zuversicht. Manche Winter brechen schlagartig ein, wenn man begreift, dass die eigenen Fähigkeiten nicht mehr benötigt werden, dass die Firma, für die man arbeitet, pleite ist oder sich die/der Partner:in in jemand anderen verliebt hat. Doch ganz gleich, wie sanft oder unsanft sich der Winter auf uns legt: In der Regel haben wir nicht darum gebeten, und er ist mit einem Gefühl von Einsamkeit und großem Schmerz verbunden.<br><br>Aber er lässt sich nicht abwenden. Wir stellen uns das Leben immer so gerne als einen wunderbaren, endlosen Sommer vor und glauben, wir hätten als Menschen versagt, wenn es das nicht ist. Wir träumen von einem äquatorialen Dasein, stets nah an der Sonne, von einer einzigen, immer gleichen, warmen Jahreszeit. Aber so ist das Leben nicht. Allein unser Gefühlsleben durchläuft immer wieder stickige Sommer und dunkle Winter, macht Temperaturstürze mit, ist mal viel Licht ausgesetzt, mal viel Schatten. Selbst wenn es uns aufgrund einer gehörigen Portion Selbstdisziplin und schieren Glücks gelänge, ein ganzes Leben lang gesund und glücklich zu bleiben, so können wir dem Winter doch nicht vollkommen entgehen: Unsere Eltern werden älter und sterben. Freundschaften zerbrechen. Ganz allgemein richten sich so einige Machenschaften des Lebens gegen uns. Und irgendwie, irgendwo, irgendwann versemmeln wir eben doch auch mal irgendwas. Und schon pirscht sich der Winter an.“</em></p><cite>Aus &#8222;Überwintern&#8220; von Katherine May, www.insel-verlag.de</cite></blockquote></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Zeilen stammen aus dem Buch&nbsp;<strong>“Überwintern“ von Katherine May</strong>, und ich empfinde sie als so unglaublich<strong>&nbsp;tröstlich</strong>. Wie das gesamte Buch übrigens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Leben hält manchmal inne, aus unterschiedlichsten Gründen. Das ist in diesen Momenten und Phasen schwer auszuhalten, denn es fühlt sich an, als würde es nie wieder ganz hell werden. Als gäbe es keinen nächsten Sommer, keine Wärme, keine Sonne, keine Zuversicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und für viele Frauen (und ein paar Männer), die zu mir kommen, fühlt sich das Leben auch gerade genauso an, nach Winter:<br>&#8211; Beziehungen und Freundschaften, die zerbrechen.<br>&#8211; Gesundheit, die ins Wanken geraten ist.<br>&#8211; Jobs, die nicht mehr passen.<br>&#8211; Kündigungen.<br>&#8211; Zukunftsängste angesichts des politischen Rechtsrucks.<br>&#8211; Totale Erschöpfung und Überforderung.<br>&#8211; Ein dysreguliertes Nervensystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und so schmerzhaft dieser Winter auch gerade sein mag, vielleicht steckt in ihm zugleich eine Einladung?!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Einladung, innezuhalten und hinzuhören:&nbsp;<strong><em>Was brauche ich gerade? Was tut mir gut? Was kann mich unterstützen?</em></strong><br>Eine Einladung, l<strong>iebevoller mit mir zu sein</strong>.<br>Eine Einladung,&nbsp;<strong>auf meinen Körper zu hören</strong>. Wirklich&nbsp;<strong>hinzuspüren</strong>. Mir endlich wieder&nbsp;<strong>Zeit für mich zu nehmen</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich empfand während solcher kalter Winterphasen <strong>wohlig-warme Räume</strong> in Form von <strong>Begleitung</strong> besonders <strong>wohltuend und hilfreich</strong>. Orte, an denen ich <strong>ankommen und sein </strong>durfte, ohne etwas leisten zu müssen. Räume, die mir ein <strong>Gefühl von Vertrauen, Nähe und Verbundenheit</strong> schenkten. In denen ich lernte, <strong>mich mit meinem Körper zu verbinden</strong>, mich aber mit meiner Trauer, meiner Verletzlichkeit und meinen aktuellen Herausforderungen zeigen durfte. Und in denen ich <strong>Impulse</strong> und manchmal <strong>konkrete Anleitung für Veränderung</strong> erhielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe für mich erkannt, dass ich meinem inneren Winter nicht durch Vermeidung der kalten Jahreszeit hier in Deutschland entfliehen kann (obwohl ich gerade durchaus bereit wäre, in wärmere Gefilde zu reisen – Grüsse gehen raus an meinen <a href="https://www.instagram.com/solvados.wav/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sohn Benjamin</a> in Thailand 😉), sondern durch Auseinandersetzung mit meinen Themen. Dann&nbsp;<strong>ordnet sich vieles neu</strong>,&nbsp;<strong>manches verabschiedet sich</strong>, anderes&nbsp;<strong>wächst heran</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser&nbsp;<strong>Zeit der Wandlung</strong>&nbsp;lade ich dich ein,&nbsp;<strong>hinzuspüren, mitzuwachsen und neue Wege zu entdecken</strong>. Veränderungen fordern uns, und&nbsp;<strong>öffnen gleichzeitig Raum für Orientierung, Klarheit und neue Impulse</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist&nbsp;<strong>meine 1:1-Begleitung</strong>&nbsp;oder einer der kommenden&nbsp;<strong>Begegnungräume</strong>&nbsp;genauso ein Ort für dich. Vielleicht täte dir auch einfach gerade&nbsp;<strong>Berührung in Form von Massage</strong>&nbsp;gut, um dich zu&nbsp;<strong>spüren, zu erden und zu erholen</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du spürst, dass es für dich Zeit ist, nicht mehr alleine durch diese Wintermonate zu gehen, dann bist du in meinen Angeboten von Herzen willkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht dürfen die kommenden Tage eine kleine&nbsp;<strong>Einladung sein, hinzulauschen, was dir gut tut.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche dir&nbsp;<strong>Sanftheit mit dir selbst</strong>,&nbsp;<strong>liebevolle Worte, die dich tragen</strong>, und&nbsp;<strong>Menschen, denen du dich verbunden fühlst</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn du magst,&nbsp;<strong>begleite ich dich gerne ein Stück deines Weges</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Liebe zu dir, hab es schön kuschelig<br>Myriam</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der folgenden Seite findest du alle meine aktuellen Angeboten in Form von Begegnungsräumen, 1:1-Begleitung und Massage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du spürst, dass dein&nbsp;<strong>Nervensystem nach Entlastung, Wärme, Berührung und Verbundenheit</strong>&nbsp;ruft, dann mag vielleicht einer meiner Räume ein solcher Ort für dich sein.</p>



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<div class="wp-block-button is-style-outline is-style-outline--7"><a class="wp-block-button__link has-white-background-color has-background wp-element-button" href="https://myriamfilz.com/aktuelles/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Begegnungsräume, 1:1-Begleitung und Berührung</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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